Und das sagt die Presse:
07.08.2009 (Neu-Ulmer Zeitung - "Pass auf, da hast Du was am Zahn") Pressemeldung zum Workshop "Achtung! Familientheater"
„Deine Puppe kriegst Du erst, wenn Du dein Zimmer aufräumst.“ Wie aus der täglichen Kinderstube gegriffen, kommt dieser Satz wie aus der Pistole geschossen. Der kleine Unterschied ist, dass ein Mädchen in die Rolle der Mutter geschlüpft ist. Und die Theaterkids des viertägigen Ferienworkshops im Neu-Ulmer Kindermuseum spielen sich im herzerfrischenden Stakkato-Rhythmus den Spieltrieb aus dem Leib.
„Achtung Familientheater!“, das brandneue Angebot des Edwin Scharff Museums Neu-Ulm, geht heute Nachmittag zu Ende. Ferienkinder zwischen sechs und zwölf Jahren konnten sich in einem viertägigen Workshop in der großen weiten Welt des Theaters so richtig austoben. Unter der fachkundigen Anleitung von Schauspieler Markus Hummel und Theaterpädagogin Mahela Wiedner werden wohldosierte kleine Spielszenen eingeübt.
Doch im großzügigen Werkraum des mit der Sammlung Geitlinger klug verbundenen Kindermuseums wird ansonsten der Fantasie freien Lauf gelassen. Nach Herzenslust darf improvisiert werden wie auf der Stegreifbühne eines Impro-Matches. Jeder darf mal ran. Und „Abklatschen“ ist das Signal für den Personentausch, wo eine Spielszene putzmunter eine überraschend neue Fahrtrichtung einschlägt.
„Aber Mama, ich hab doch schon alles die ganze Zeit aufgeräumt“, antwortet die „Tochter“ auf die Pflichtmahnung ihrer „Mam“. Eine kleine Mitspielerin springt vom Fußboden aus dem Kreis der aufmerksam das Spielgeschehen in ihrer Mitte verfolgenden Workshopteilnehmerinnen auf, klatscht die „Mutti“ auf die Schulter - und schon kriegt das Ganze in der Ablösung eine neue Wendung: „Mein Rücken tut so weh, ich muss zum Doktor.“
Stühle fallen um, ein Aufschrei gellt durch den Raum. Doch all das gehört zum komödiantischen Treiben, das Hummel und Wiedner mit lockeren Zügeln laufen lassen und schon selbst mal mit kleinen Episoden ins Geschehen eingreifen. Akademietheater Ulm-Absolvent Markus Hummel ist mit Kollegin und Zöglingen zum Motto „So ein Theater“ erst mal vorbereitend durch die aktuelle Ausstellung „Achtung Familie“ gepirscht. Dann kam das große Probieren - und da können manchmal Sätze fliegen, „die man gar nicht erwartet“, freut sich der Spielleiter.
Markus Hummel bietet im Scharff Museum auch Führungen für Kinder an. „Hallo, wie geht’s“, heißt auch hier das geflügelte Begrüßungsmotto. „Prima“, tönt es wie aus einem Munde. Zurück zum Theater-Workshop: Der neunjährige Theo aus Neu-Ulm, die 10-jährige Leonie aus Ulm und die 11-jährige Sarah aus Elchingen haben zu Beginn der Sommerferien ihre Theatergruppe gefunden, bevor es in den Süden in Urlaub geht. „Pass auf, da hast Du was am Zahn“ - so ein Theater.
13.12.2008 (Südwest-Presse - "Jemelia und sein toller Hecht") Kritik zu Das Märchen von Marja und Jemelia
.
04.08.2008 (Südwest Presse - "Sven Wissers Musical ist große Oper für kleine Leute") Kritik zu Madou und das Licht der Fantasie
20.06.2008 (Südwest Presse - "Ulmer Amateurfilm im Kino") Vorankündigung zu "A God Damn Day"
Der Neu-Ulmer Markus Messner (27) hatte nur ein Ziel - sich vor seiner
BWL-Diplomarbeit zu drücken. Dann wachte er morgens auf und dachte: "Ich
drehe einfach einen Film." Zusammen mit seinem Freund Tobias Liekefett
(33) schnappte er sich Kamera und Mikrofon, ein PC-Programm zur
Nachbearbeitung und ein paar willige Schauspieler. Heraus kam "A God Damn
Day", ein Amateurfilm über die Zerbrechlichkeit von Freundschaft und die
Stärke der Liebe.
Die Handlung: Tom steht mit einem Bein im Knast, flüchtet deshalb mit
seiner Traumfrau und seinem besten Freund. Nachdem die Freundschaft
zerbröckelt, versucht er das Herz der Dame zu gewinnen und legt sich mit
den Falschen an. Bis er um sein Leben kämpft.
Dass sie für Dreh und Schnitt ein Jahr brauchen würden, war den
Amateurfilmern zu Beginn nicht klar. "Wir dachten, dass dauert nur vier
Monate", sagt Markus Messner. "Jetzt ist es interessant zu sehen, mit wie
wenig Geld man einen Film drehen kann. Für das ganze Equipment haben wir
gerade mal 1400 Euro ausgegeben." Die Schauspieler waren, bis auf Markus
Hummel, der seine Ausbildung an der AdK absolviert hat, alles Laien aus
Ulm. Es gab keine Gagen, und gedreht haben die Ulmer in der Region, unter
anderem im Lonetal, beim Reitgrießsee und nahe Beimerstetten.
Ob wir wohl in nächster Zeit mehr erwarten können? "Ganz sicher", verrät
Markus Messner. "Im Moment arbeiten wir schon an einem neuen Drehbuch. Wir
haben beide keinen kreativen Job. Somit ist Filmemachen ein wunderbarer
Ausgleich." Die Diplomarbeit hat Markus Messner nämlich - trotz der
Filmidee - doch noch geschrieben.
11.03.2008 (Augsburger Allgemeine - "Die Liebe ist fast unmöglich") Kritik zu Türkisch Gold
12.10.2007 (Neu-Ulmer Zeitung - "Moderner Totentanz") Kritik zu DANCE!
Der Hintergrund der Bühne gibt Rätsel auf. Aneinandergeknotete Tuchfetzen als disharmonisches Vlies, vor dem sich eine Tragödie abspielen wird: Naives Mädchen gerät zwischen zwei Männer. Der erste Tänzer, weißgekleidet, betritt die Szenerie. Hämmernde Töne verdeutlichen, was schon sein faunartiges Grinsen andeutet: Er führt nichts Gutes im Schilde. Ein zweiter Tänzer, schwarzgekleidet, tritt hinzu, er ist der positive Gegenpart. Auch er wird die schöne Arglose umwerben.
Der getanzte Kampf der Männer um das Mädchen nimmt immer drastischere Formen an. Für den schwarzen Tänzer, der das Gute symbolisiert, nimmt es ein böses Ende; zuletzt liegt auch das Mädchen als Opfer am Boden, ein Stoffstück ihrer Kleidung wie auch das zerrissene Hemd des schwarzen Tänzers werden als Trophäen an eine Fetzenwand geknüpft.
„Dance!“ ist ein Projekt von Schauspielabsolvent Markus Hummel, der für seinen wegen einer Verletzung ausgefallenen Darsteller Matthias Höller einsprang und somit Inszenierung, Kostüme, Bühnenbild und eine Hauptrolle in sich vereinte. […]
Die tänzerisch alles zwischen klassischem Ballett und Hip-Hop-Tanzformen auskostende Choreografie bietet zwei Lesarten an: Da wird die Liebe in einem drastischen Kräftemessen zur Prämie für Skrupellosigkeit. Dann ist da aber auch das archaische „Totentanz“-Motiv: Der Tod tanzt mit seinen Opfern, aus dem Tanz wird ein Kampf, in dem nur einer siegt: Der Tod. Markus Hummel verbindet traditionelle und zeitgenössische Tanzformen, zeigt erfindungsreiche Lösungen zwischen Thai-Boxen und Hahnenkampf. Dem männlichen Imponiergehabe wird mit den Ausdrucksmitteln des Tanzes die Maske abgezogen, ihre Lächerlichkeit ans Licht geholt.
Einzig die Musikuntermalung war nicht schlüssig. Glaubte man zu Anfang, jedem Charakter sei eine Stilrichtung zugeordnet, so vermengten sich Popballaden, Hip Hop und Techno zu einem Hintergrundsound, der oftmals die feinen Darstellungen von Markus Hummel als „Tod“, Mahela Wiedner als Mädchen und Johannes Schmid als „Der Fremde“ glatt überdröhnte. Eine exakter auf die Darstellungen abgestimmte oder auch einfach dezentere Musikuntermalung hätte das emotionelle Ergebnis ungleich stärker ausfallen lassen.
10.10.2007 (Südwest Presse - "Spannung auf Schritt und Tritt") Kritik zu DANCE!
08.09.2007 (Südwest Presse - "Zum Saisonstart: Genet") Pressemeldung zu DANCE!
Gemessen an der Besucherzahl ist das Akademietheater der Akademie für darstellende Kunst (AdK) die zweitgrößte Bühne Ulms: 17 000 Besucher kamen in der vergangenen Spielzeit zu den insgesamt 173 Vorstellungen, 44 Inszenierungen hatten die Studenten und Dozenten der privaten Schauspielschule auf die Beine gestellt. "Wir waren immer gut besucht", sagt Jens Franke, der künstlerische Betriebsleiter des Theaters. Was fast ausverkauft heißt, denn das Akademietheater fasst je nach Inszenierung nur etwa 40 bis 100 Besucher. Und diese Publikumsresonanz wollen sich die Studenten erhalten, haben deshalb im Sommer intensiv geprobt. […] Und nach langer Zeit steht auch wieder Tanztheaterstück auf dem Plan: "Dance!" des Schauspielabsolventen Markus Hummel, das am 8. Oktober uraufgeführt wird
03.05.2007 (Südwest Presse - “Barfuß und agil auf Freiersfüßen”) Kritik zu Romeo & Julia
“[…] Doch dann Romeo (Markus Hummel). Lieber Himmel. Vom ersten Moment an schmachtend, innerlich und wahr. So ein entflammter Romeo ist natürlich nicht ganz frei von Beziehungskitsch, und vor allem in der Balkonszene triefen die Schmachtworte. Aber man nimmt sie den beiden ab. […] Romeos Entrücktheit wird im Zusammenprall mit seinem frivolen Freund Mercutio konturstark. […] Klingen blitzen, Augen funkeln und Emotionsblitze schießen durch den halbrunden, leeren Bühnenraum. Die jungen Schauspieler agieren sehr athletisch, barfuß und agil. ”
